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Trans Alp 2013 - Wallgau - Riva (Gardasee)

Ein Bayer in Italien, ein Traum geht endlich in Erfüllung!

Mit einer 15 kg schweren Enduro Maschine über die Alpen?

Es gab einmal einen Traum in mir, aus eigener Muskelkraft die Alpenkette mit dem Mountainbike zu überqueren. Ständig kaum was dazwischen, vor drei Jahren warf mich ein gerissener Nerv in meinem Fuß weit aus dem Gleichgewicht. Dieser war ständig taub oder verursachte dann später starke Schmerzen. Wenn es ging, kämpfte ich mich zur alten Stärke zurück. Trainierte hart weiter für meinen großen Traum Trans Alp. Im Vorjahr wollte ich dann natürlich wissen wo ich stehe und bezwang den 168 km langen Thüringer Rennsteig an nur einem Tag. Nach einer tollen Radsaison 2012 machte ich mich mal wieder über die Planung Alpenüberquerung und hoffte, dass dieses Mal nichts dazwischen kommt. Aber leider mal wieder zu früh gefreut! Starke Schmerzen im Fuß ein paar Tage nach der letzten Herbsttour ließen den Traum wieder in weite Ferne verschwinden. Danach war ich ständig Krank. Alle zwei Monate ging es mir buchstäblich sehr schlecht. Den Winter konnte ich kaum zum Grundlagentraining nutzen. Zu diesem Zeitpunkte wusste ich noch nicht, dass ich das komplette Jahr hinweg große gesundheitliche Probleme haben sollte. Leider wusste keiner der zahlreichen Ärzte die ich besucht habe was mir fehlte.

Fällt die Trans Alp 2013 wieder in Wasser?

Einige Wochen vor dem Startschuss erreichte uns ein elektronischer Brief. Einer der beiden gebuchten Guides hat sich beim Mountainbiken in den Alpen schwer verletzt. Oberschenkelhalsbruch, gute Besserung, mehr konnten wir für ihn an dieser Stelle nicht tun. In der örtlichen Tageszeitung stand, dass ein erfahrener Mountainbiker aus dem Raum Weiden auf seiner Trans Alp tödlich verunglückt ist. Ich kam ins Grübeln und überlegte das Projekt auf Eis zu legen. Danach versuchten auch Freunde und Arbeitskollegen mich von der Alpenüberquerung ab zu bringen. Doch ich hielt an meinem Traum fest und hoffte, meine Gesundheit spielt mir keinen Strich. Die Trans Alp lag genau in den zwei Monatsfenstern. Die Hotels waren bereits gebucht, der Rücktransfer war organisiert, ich konnte ohne einen Cent zu verlieren aussteigen.

Doch ich entschied mich für die Alpenüberquerung.

Von Wallgau (866 m) aus geht es ja tendenziell nur bergab zum Lago di Garda (65 m). Dies war auch das ständig Motto unserer Alpenüberquerung.

www.MTBoberpfalz.de - Stand 11/2013

Wir san ja oberpfälzer und koi amerikaner!

GPS Daten

Gesamtlänge 420 km
Höhenmeter 12.6oo hm
Fahrzeit 37,5 Std.
Kondition 6
Technik 4
Natur 4
Panorama 5
Schnitzelindex 2
Schwierigkeit S3

Vorbereitung und Anreise

TransAlp2013 - Igelsee Die Vorbereitung auf die Trans Alp begann bereits im Winter 2012/13. Grundlagentraining und Zonentraining mit der Puls Uhr auf den schmalen Skating Latten und Joggen standen neben Spinning auf dem Plan. Naja, eigentlich wurde das Programm bereits im Herbst mit dem Kauf einer neuen Enduro Maschine begonnen. Die Entscheidung welches meiner beiden Bikes mich bei der Alpenüberquerung begleiten sollte fiel relativ spät in der bereits laufenden Radsaison 2013. Das Cube Fritzz hat die große Ehre mich hoffentlich heil und gut über die Alpen zu bringen. Knapp zwei Wochen vor der Tour der Leiden wurde das Bike auf Herz und Nieren getestet. Eine neue Kette wurde aufgezogen, Sitzposition optimiert, die Bremse bekam neue Zähne und wurde entlüftet. Fehlende Ersatzteile wurden bestellt und eine Materialcheckliste erstellt damit man hundertprozentig seine Sachen Punkt genau zusammen hat. Eine Woche vor der Trans Alp fand bei der drei Tagestour durch die Oberpfalz mit dem Bike Magazin (Deutschland Serie Teil 3: Oberpfalz – Bike Ausgabe 10/13) der letzte härte Test für Mensch und Maschine statt bevor der Körper noch mal Zeit bekam um Kraft zu tanken. Ein letzter Material und Equipment Check, dann konnte der Rucksack und Reisetasche gepackt werden.

Samstagnachmittag, den 13. Juli 2013, es ging endlich los. Aber erst mal stand die dreihundert Kilometer langen Anreise zum Ausgangspunkt um pünktlich zur Teambesprechung um 18:oo Uhr im Parkhotel Wallgau zu sein. Ein bunt gemischter fremder Haufen die das gleiche Ziel haben wie ich. Hoffentlich versteht man sich die nächsten Tage gut.TransAlp2013 - Parkhotel Wallgau

Die Zimmereinteilung war bereits von Bike-Alpin vorgenommen worden. Ich teilte mir mit Michael für die komplette Tour ein Zimmer, mit dem ich mich über die gesamte Reise hinweg gut vertrug. Vorstellung der Mannschaft, es wurde spannend. Jeder erzählt ein paar Dinge von sich selber und was seine Erwartungen für den anstehenden Alpen X waren. Da leider ein Guide krankheitsbedingt ausfiel, musste für die einzelnen Etappen  jeden Tag ein Kompromiss zwischen der Mittelschweren und schweren gefunden werden.

1. Tag: Von Wallgau - Imst

TransAlp2013 - GruppenfotoDie erste Nacht war gut überstanden obwohl mein Zimmergenosse laut nach Luft schnappt. Zum Glück hatte ich Ohrenstöpsel mit eingepackt.

Petrus schenkte uns einem traumhaften Start, besser kann die Trans Alp nicht starten. Noch schnell ein Gruppenfoto, dann machten wir uns auf den langen Weg Richtung Riva. Über Mittenwald und Leutasch fuhren wir ins Geistal. Die erste lange bergauf Passage brachte uns über Forststraßen zum Igelsee undTransAlp2013 - Trail über den Fernpass anschließend über die Ehrwalder Alm (1.45o m) zum ersten gemeinsamen Mittagessen nach Ehrwald (9oo m). Dort wurden die Trinkflaschen Rand vollgemacht um heil durch den Lärchenwald zu kommen. Ein toller Ausblick auf den tief unter uns liegenden Fernpass war die Belohnung für die zweite lange Auffahrt des ersten Tags. Auf dem Panorama- und Römerweg (Via Claudia) brachte uns ein toller Trail hoch über der Passstraße zügig zur Tordurchfahrt vom Schloß Fernstein am Fernsteinsee. Ab da ging es endlich tendenziell nur noch bergab über Nassereith nach Imst.


 Wallgau - Mittenwald - Gaistal - Ehrwalder Alm - Ehrwald - Fernpass - Nassereith - Imst

83 km - 5.3o h - 1.6oo hm - 15 km/h

Alle Bilder vom ersten Tag! <

 

2. Tag: Von Imst - Sur En (Schweiz)

TransAlp2013 - Sonnenaufgang erhellt die ZugspitzeAuch der zweite Tag wurde pünktlich um 9:oo Uhr gestartet. Was fürs Gruppenklima nicht schlecht war. Keiner musste auf den anderen warten. Einrollen auf einem Radweg  bis zum ersten längeren Asphaltanstieg. Jeder fährt sein individuelles Tempo – grad so wie er Lust hat. Jürgen und ich bremsten Birk, der verzweifelt versuchte mit seinem Twentyniner  den Anschluss nicht zu verlieren. Machte ja keinen Sinn bereits am zweiten Tag seine Körner zu verschießen. Riva am Gardasee ist noch so weit entfernt. Da unser Guide Michael mit anderen aus der Gruppe anscheinend ein Wettrennen hoch nach Hochgallmigg machte, mussten sie etwas länger als wir aufs Schlusslicht der Gruppe warten. Dieser kam aber noch rechtzeitig vor dem Besenwagen oben an. Nach einer TransAlp2013 - Schöne Aussichtkurzen Rast ging es knackig bergauf zur Schönen Aussicht. Ein wunderbarer Ort um die Zeit zu vergessen, doch wir mussten leider weiter. Ein flowiger Trail brachte uns nach Obladis und zum wohlverdienten Mittagstisch. Ein weiterer Trail führte uns an der tief unten liegenden Burg Laudegg vorbei. Am malerischen Ortsbrunnen in Fiß fühlten wir mal wieder unsere Trinkflaschen auf bevor eine tolle rasende Abfahrt uns wieder ins Inntal brachte. Nach einigen flachen Kilometer am Talboden wartete bereits der nächste schweißtreibendeTransAlp2013 - Anstieg auf uns. Durch eine Schweizer Traumkulisse und einem Kunstgarten erreichten wir glücklich und gut gelaunt Sur En. Dort stand erst mal Bike Pflege auf dem Programm. Jeder nutzte die Möglichkeit den Blei sperren Staub der ersten beiden Tage vom Rad zu waschen um das Mountainbike für die morgige Schiebepassage zu erleichtern bevor auf der Terrasse das Abendessen genossen wurde.


Imst - Zams - Landeck - Obladis - Servaus - Inntal - Martina - Sur En

9o,7 km - 5.5o h - 1.75o hm - 15 km/h

Alle Bilder vom zweiten Tag! < 

3. Tag: Von Sur En - Münster

Trans Alp 2013 - Uina DadaintDen dritten Tag konnte kaum einer von uns erwarten. Bei Sur En beginnt der berühmte Anstieg ins Val d’Uina, einer der schönsten Schluchten der Schweiz. Wahnsinn, wir stehen nur noch wenige Stunden entfernt vor der Uina Schlucht. Eine echte Pilgerstädte für jeden eingefleischten Mountainbiker. Ohne einrollen ging es gleich nach dem Frühstück von null auf hundert. Eine steinige, steile lange Rampe brachte uns zur kurzen Rast an die Uina Dadaint (1.781 m). Nach wenigen Kurbel Umdrehungen  stehen wir an einer Warntafel, „Ab hier Mountainbike tragen oder stossen!“ WerTrans Alp 2013 - Val d’Uina (Schweiz) hat’s erfunden? Die spinnen die Schweizer. Noch schnell ein Bild auf die Speicherkarte gebrannt, dann mussten wir also ab hier die Bikes stossen. Bleibt nur die Frage, mit oder ohne Gummi?

Ein wahrer Traum, die Schiebe und Tragepassage beginnt. Der Pfad wird enger, ein Fahren ist jetzt unmöglich. Im oberen Teil der Uina Schlucht folgen wir einem schmalen, in den Fels gehauenen Steig in Richtung Schlinigpass auf 2.311 m. Soll ich doch aufs Bike, reizen würde es mich schon hier zu fahren. Trans Alp 2013 - Grenzübergang Graubünden Trentino - Alto AdigeDoch ein Fahrfehler wird hier hart bestraft. Stellenweise ist der Pfad im Fels nur durch Holzbalken gesichert. Am Ausgang der Schlucht erwartet uns ein atemberaubender Anblick, fantastisch. Im weiteren Verlauf erreichten wir die Sesvenna Hütte (2.256 m). Mittagspause bevor uns einer steile, rasende Abfahrt vorbei am Wasserfall runter ins Vinschgau brachte. Dann rollten wir locker leicht durchs Münstertal nach Münster und hatten dabei genügend Zeit die Eindrücke vom Tag zu verarbeiten.

Ach ja, in der langen Abfahrt wurden die Bremsscheiben richtig heiß was bestimmt auch am tollen Wetter lag. Besser konnten wir es nicht erwischen, trinken war oberstes Gebot bei der Hitze.

Trans Alp 2013 - Heisse Bremsscheibe, ausgeklüht!


Sur En - Uina Schlucht - Schlining Pass - Sesvenna Hütte - Vinschgau - Münstertal - Münster

43 km - 5.10 h - 1.590 hm

Alle Bilder vom dritten Tag! <

Video - Aufstieg durch die Val d' Uina Schlucht 

 

4. Tag: Von Münster - S. Caterina

Trans Alp 2013Das Wetter hält, wir setzen uns wie jeden Tag mal wieder in Bewegung. Nach einem kurzen einrollen zum warm werden ging es am Anfang wie kann es anderes sein, tendenziell bergab zum Gardasee. Ein dreizehn Kilometer langer Anstieg über Schottenpisten und Trails hinauf zum 1.ooo Höhenmeter  höher liegenden Passo Val Mora auf über 2.ooo m. Am Brunnen wurden die Trinkflaschen für die schweißtreibende Arbeit betankt. Bevor es weiter bergauf durch eine grandiose Berglandschaft vorbei an Bächen und faulen Kühen ging. An der Döss Radond Alm (2.234 m) genossen wir das herrliche Bergpanorama bei einem Sonnenbad auf der Wiese. Wahnsinn wie viele Mountainbiker sich hier oben in der dünnen Luft bewegen. Auch unser letztes Gruppenmitglied kam gut oben an und durfte sichTrans Alp 2013 - Döss Radond 2.234 m kurz erholen bevor sich die Laufräder weiter drehten.

Nach einer langen Auffahrt kommt bekanntlich eine lange Abfahrt. Ein schneller flüssiger aber sehr anspruchsvoller  Schotter Trail folgte. Fahren wie auf kleinen Kugel und dann lagen immer wieder dicke fette Felsbrocken mitten auf dem Pfad. Snake Bite an Horst‘s Vorderrad, eine kurze Reparaturpause. Danach schnell über die dahin schmelzende Schneebrücke, ihre Tage sind gezählt, vielleicht gibt es sie heute Abend nicht mehr. Der Trail brachte uns Sturzfrei zum Lago Di S. Giacomo im Stilfserjoch Nationalpark. Dort ließen wir sich uns bei bester Laune das Mittagessen im Rifugio Val Fraele schmecken. Der Downhill war noch nicht zu ende, es ging runter nach Bormio. Guide Michael und Horst Trans Alp 2013 - Val Mora - Pferde in über 2.000 msuchten einen Fahrradgeschäft um dringend benötigte Ersatzteile für die weitere Tour zu kaufen während wir die Pause für ein leckeres italienisches Eis nutzten. Die Stärkung kam zur rechten Zeit bevor es mal wieder bergauf nach San Caterina (1.738 m) ging. Guide Michael, Jürgen und ich nutzenden die Chance ein paar extra Höhenmeter abseits der asphaltierten Straße zu fahren. Eine steile Rampe brauchte uns nochmal kräftig zum Schwitzen.

Jeder nutzte am Hotel die Möglichkeit sein Bike zu reinigen und pflegen. In der kleiner Bike Werkstatt im Keller wurden die ersten Bremsbeläge getauscht, der Wäscheservice genutzt  und das ein oder andere kleine Ersatzteil fürs Mountainbike an der Rezeption gekauft. Ein toller Rund um Service, Hut ab. Wo findet man so was in Deutschland?

Trans Alp 2013 - Schneebrücke


Münster - Val Mora - Döss Radont - Lage di Fraele - Bormio - St. Catarina

62,4 km - 5.25 h - 2.o8o hm

Alle Bilder vom vierten Tag! < 

5.Tag: Von S. Caterina - Dimaro

Trans Alp 2013 - Cube Fritzz am Gavia PassAuch am fünften Tag der Trans Alp begrüßte uns am Morgen ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Der Wetterbereich hat für den späten Nachmittag schweres Gewitter vorher gesagt, vielleicht haben wir ja trotzdem Glück. Ein weites Highlight der Alpenüberquerung liegt in greifbarer Nähe, die Montozzo Scharte.

Wieder ging es mit vollem Frühstücksbauch am Anfang des Tages steil Bergauf. Landschaftlich grandiose über eine Asphalt Straße den Gaviapass (2.652 m) hoch, mehrfach verlief hier der Giro d’Italia. Von den Menschenmassen am Straßenrand war am diesen Tag nichts zu sehen. SoTrans Alp 2013 - Lago Nero legte ich zahlreiche kleine Pausen ein und brande die Eindrücke auf die Speicherkarte. Vorbei am ersten Weltkriegs Denkmal „Gefecht von San Matteo“  mit tollem Blick auf den Gletscher am Fuße des Punta San Matteo (3.678 m) bezwungen wir den Passo Gavia. Nach einer kurzen Rast auf der Passhöhe folgte ein langer Downhill hinunter nach Pezzo. Eine geniale Passstraße schlängelt sich den Berg hoch, ein Sturz wäre fatal. Für Rennradsportler anschneiden ein heiliger Berg, den es quälten sich viele hoch. Guide Michael kannte eine tolle Trail Abkürzung.

Ab Pezzo ging es erstmals flach bergauf. Ab Case Di Visto (1.763 m), über einen geschlängelten Gebirgsweg und toller Filmkulisse steil hoch zur Montozzo Scharte. Die Mühe hat sich gelohnt. Ein wahrer Traum. Der Finger drückt ständig auf dem Auslöser der Kamera. Die Nudel beim Mittagessen in der Rifugio A. Bozzi (2.478 m) wurde von einem Sherpa, der bereits mehrfach den Mount Everest gezwungen hatte serviert.  Ein sehr lustiger lebhafter Mann, den die Höhensonne anscheinend sehr zu gesetzt hat. Ehrlich gesagt, er wollte nur das Beste für uns. So stand ich also zum zweiten Trans Alp 2013 - Rifugio A. Bozzi 2.478 mMal meines Lebens neben Hans Kammerlander einem Menschen gegenüberTrans Alp 2013 - Montozzo Scharte der mehrfach auf dem höchstenTrans Alp 2013 - Zeugen des Krieges am Berg Berg der Welt stand und durfte ihm die Hand schütteln. Eine große Ehre für mich, da die Sherpas die Knochen Arbeit für zahlreiche Expeditionen an den höchsten Bergen der Welt für andere übernehmen. Die Wolken blieben nicht am Gipfel hängen. Temperatursturz, Wind, Regen und Hagel. Naja, gehört ja irgendwie zu einer Alpenüberquerung dazu. Kleine Planänderung, wir fuhren einen etwas leichteren Trail runter zum Tonale Pass. Dieser wurde vor Jahren extra fürs Trans Alp Rennen in den Berg gefräst. Drei einheimische bewaffnet mit Pickel und Schaufel halten den Trail in einem Traum zu Stand. Zeichen für die Wertschätzung ihrer Arbeit konnten wir leider nur in Form eines Lächeln und Kopf nicken zeigen. Eigentlich ein einfacher Trail, wenn es rechts nicht steil nach unten ging. Kaum eine Wurzel oder Fels im zwanzig bis vierzig Zentimeter breiteTrans Alp 2013 - Abfahrtstrail zum Tonale Passn Pfad. Wo hatte sich da Jürgen nur sein Luxus Carbon Schaltwerk weg gefahren? Erste Zwangspause zur Notreparatur am Berg. Wind, Regen, Blitz und Donner, ich fuhr keinen Meter mehr weiter. Das Gewitter war  genau über uns in zweitausend Meter Höhe. Der Pfad füllte sich in Minuten schnell mit Wasser und wird zum reißenden Gebirgsbach. So wurde aus einem einfachen Trail eine reine Rutschpartie. Tonale Pass, ein trostloser Ort im Sommer, ausgestorben wie eine alte Goldgräberstadt. Hier regieren eindeutig die Pistenraupe und Schneekanonen. Wie bunt wird es hier nur im Winter sein?

Im Ort Pellizzano fanden wir ein geöffnetes Sportgeschäft die auch Mountainbikes im Sortiment haben. Sie haben ein passendes Schaltwerk für Jürgen. Guide Michael fährt mit der Gruppe weiter nach Dimaro, Jürgen und ich werden im fremden Italien Trans Alp 2013 - Abendstimmung über Dimarozurück gelassen. Mit nur einem Gang kommt man nicht über die Berge. Der kleine italienische Mechaniker  hat nichts drauf, so schraubte ich fleißig mit. Wo waren wir hier nur? Die kannten die Marke Cube und Canyon nicht und bestaunten unsere Bikes bevor wir nasskalt durchgefroren endlich Dimaro erreichten und uns auf die wohlverdiente heiße Dusche freuten.


St. Catarina - Gavia Pass - Montozzo Scharte - Rifugio Bozzi - Tonale Pass - Val di Sole - Dimaro

77,7 km - 6:28 h - 2.15o hm

Alle Bilder vom fünften Tag! < 

6. Tag: Von Dimaro - Campo Lomaso

Müde Gesichter am Frühstückstisch, einen erholsamen Schlaf hatte anscheinend keiner von uns. Die Nacht warTrans Alp 2013 kürzer als gedacht  und sehr laut. Nichts wie weg hier. So rollten wir pünktlich um neun Uhr aus dem kleinen Ort. Eine Forstpiste brauchte uns zügig zum Passo Campo Carlo Magno (1.630 m).

Trans Alp 2013 - Gegenverkehr ;-)Gegenverkehr bei der Abfahrt. Eine große Herde Schafe und einzelne Esel vermiesten uns den tollen Trail zum Cascata  di Mezzo. Was aber auch sehr reizvoll und unbekannt war. Ein traumhafter Wasserfall stürzt tosend neben uns beim Mittagessen von Meter hohen Fels Terrassen herab. Die Luft ist kalt und leichte Windbojen bringen immer wieder fein zerstäubte Wassertropfen zu Trans Alp 2013 - Cascata di Mezzouns an den Tisch. Eine rasende Abfahrt über Madonna di Campiglio führte uns ins Val Agola (1.300 m). Vorbei an einer urigen kleinen Berghütte, die Zeit scheint hier still zu stehen, ging es bergauf zum einsam gelegenen Bergsee „Lago di Agola“.Trans Alp 2013 - Lago Val d'agola

Nach kurzer Rast entlang am rechten Ufer des Sees hinein in eine knapp dreißig Minütige schiebe Passage zum Passo Bregn de I’Ors  auf 1.836 m. Fotoshooting mit einem toller Bergkulisse im Hintergrund war die Belohnung für den Bärenpass. Ein toller Trail brachte uns vorbei  an vielen Kühen, die sich durch uns nicht stören ließen und gemütlich weiter auf den saftige Kräuter der Bergwiesen herum kauten, in die kleine Ortschaft Stenico. Im fast zwanzig Kilometer langen kurven reichen Downhill erwischte es mich dann. Vorderrad weg, Sturz, nah Prima.

Trans Alp 2013 - Unterschrift der Trans AlpDie Alpenüberquerung hat sich auf meinem Oberschenkel und Schaltwerk verewigt.

Gemütlich locker leicht rollten wir in einer einzig Arten Berglandschaft nach Campo Lomaso. Im Park der Villa Banale endete für einige von uns ein weiterer tolle Tage auf dem Mountainbike. Sven und ich konnten den Feierabend erst später einläuten. So stand für uns nach einem ersten Erfrischungsgetränk schrauben auf dem Programm. Sven hatte eine weiche Bremse die wir beide zusammen entlüften haben und ich musste mein zerkratztes, leicht verbogenes und verstelltes Schaltwerk für die letzte Etappe am morgigen Tag der Alpenüberquerung notdürftig reparieren.

Trans Alp 2013 - Villa Banale


Dimaro -Madonna di Campiglio - Casscata di Mezzo - Lago Val Agola - Bärenpass - Stenico - Campo Lomaso

58,2 km - 5.56 h - 1.778 hm

Alle Bilder vom sechsten Tag! < 

7. Tag: Von Villa Banale - Riva (Gardasee)

Trans Alp 2013 - Gasse in Frazione PoiaAufbruch zur letzten Etappe bei traumhaften Temperaturen. Die Sonne meint es mal wieder viel zu gut mit uns. Ein letzter Berg stellt sich uns mächtig in die Quere. Knapp zwanzig Kilometer bergauf und dass mit einem inzwischen blau gelb verfärbten Oberschenkel. Kurz vor der Rifugio Pisoni stellt sich eine steile Rappe mit über zwanzig Prozent Steigung uns in den Weg. Der Puls schnellt nach oben, die Atmung versucht verzweifelt den benötigten Sauerstoff in die Muskel zu pumpen, die Schweißperlen tropfen aufs Oberrohr. Es ist geschafft, noch schnell in die Küche und für die Gruppe dasTrans Alp 2013 - Der Koch in der Küche der Rifugio Pisoni Mittagessen gekocht. Die Stärkung kam zur rechten Zeit.

Danach ging es die letzten Höhenmeter hoch zum Monte Cassale (1.632 m). Die Mountainbikes liegen in der Wiese und sonnen sich während wir den traumhaften dreihundertsechzig Grad Trans Alp 2013 - Ausblick vom Monte Casale (1.632 m)Panoramablick über Italien genießen. In der Ferne liegt ruhig warteten der Gardasee. Wow, es ist bald geschafft.Trans Alp 2013 - Ausblick vom Monte Casale (1.632 m) Ab jetzt geht es wirklich nur noch tendenziell bergab zum Gardasee. Ein toller Trail entlang am Berggrat bringt uns unserem Ziel immer näher.  Wir saugten die traumvolle Landschaft in uns auf, jeder genießt den letzten Tag für sich, jeder hat ein Lächeln im Gesicht und lässt die zurück liegenden Tage im Kopf noch mal abspielen.  Ein letzter steiniger Trail und da tauchte er wieder vor uns Trans Alp 2013 - Croce di Bondigaauf, der Garadsee. Kurz noch ein Erinnerungsfoto am Croce di Bondiga auf die Speicherkarte gebrannt, dann weiter durch eine Wahnsinn Altstadt weiter ins Tal.

Einfahrt in Riva, wir klatschten uns Gegenseitig ab. Ein langer Weg und unvergessliche Tage auf dem Bike liegen hinter uns. Ich denk an die Vorbereitungsphase, an den steinigen gesundheitlichen Weg und an den Glocknerkönig. Schade das jetzt nicht wie damals das Lied, „An Tagen wie diesen“ irgendwo aus den Gassen dröhnt. Als einziger Nehm ich die letzten Stufen zum Garadsee in Angriff. Aber hier geht es immer noch tendenzielle bergab, doch aus Gewichtsgründen blieb die Trans Alp 2013 - Die letzten Stufe zum GardaseeTaucherausrüstung zuhause. Doch kurz abtauchen musste ich. Ein erfrischendes Bad in der Fluten des nur sechsen Grad  warmen Garadsee.

Den Tag am Lago Di Garda genoss jeder von uns. Der eine in mitten der Menschenmenge, der andere alleine still am Ufer des Sees. Der Rückblick auf die Highlights der Alpenüberquerung bat uns beim gemeinsamen Abendessen für genügend Gesprächsstoff bis tief in die Nacht.

Nach der Nacht der Nächte am Garadsee holte uns in früh pünktlich unser Bus zum Rücktransfer ab. Die Mountainbikes wurden in den Radanhänger verstaut. Auf der Heimreise hatten wir noch einmal genügend Zeit um die Woche im Kopf abzuspulen. Nach der Ankunft in Wallgau machte sich jeder von uns auf seinem eigenen Heimweg.

Trans Alp 2013 - Ein Bayer im Gardasee (Italien)


Campo Lomaso - Comano - Monte Casale - S. Giovanni - Canale - Riva

47,6 km - 4.2o h - 1.58o hm

Alle Bilder vom sieben Tag! < 

Bilanz der Woche über die Alpen

  • 42o Kilometer
  • 12.6oo Höhenmeter
  • 6 Platten
  • 1 Snakebite
  • 1 gebrochens XTR Schaltwerk (Carbon)
  • 1 zerkratztes und verbogenes Schaltwerk
  • 1 Hightspeed Sturz in einer Abfahrt
  • mehrer kleine Stürze
  • schlecht entlüftete Bremsen (Fachwerkstatt)
  • 1 liegen gebliebenes Handtuch im Hotel am Gardasee
  • 1 liegen gebliebener Brustgurt (Herzfrequenz)

Bei 14 Teilnehmer eine geringe Ausfallliste!

Fazit der Alpenüberquerung

Die unvergesslichen Tage durch die Alpen waren schneller vorbei als gewollt. Viel zu schnell mussten wir wieder in unseren viel zu stressigen Alltag eintauchen. Sie brachte mich nie an meine körperlichen Grenzen. Lange überlegte ich was das schönste neben der Val de'Uina Schlucht und der Montozzo Scharte auf der Tour war. Beim schreiben des Berichtes und bearbeiten der Bilder war ich noch einmal mehrere Tage lang durch die Alpen unterwegs. Erst da wurde mir bewusst, was das schönste der Trans Alp 2013 war.

Eine Woche lang kein

  • Fernseh
  • Internet
  • Radio
  • Uhrzeit
  • Auto
  • Handy (bis auf Abends ne kurze SMS an die Familie)

Die Welt dreht sich auch ohne diese Sachen fröhlich weiter!

ES GEHT AUCH OHNE!!!

www.MTBoberpfalz.de - Stand 11/2013

 


www.mtboberpfalz.de

Wer später bremst, ist länger schnell!